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Urlaub in Albanien


Durch Zufall entdeckte ich auf einer Internetseite einen Reisebericht einer deutschen Familie über Albanien. Für mich und meine Bekannten war Albanien ein absolut unbekanntes Land, weit weg von der Möglichkeit dort vielleicht sogar Urlaub zu machen. Aber alles, was ich in diesem Bericht las, war positiv und machte mich neugierig. Als ich es meiner Frau erzählte, war sie auch gleich Feuer und Flamme dafür. Also schaute ich nach Flügen: Und siehe da, es gab von Berlin aus relativ günstige Flieger nach Tirana. Zwar mußte man in Budapest umsteigen, aber in weniger als 3 Stunden Flugzeit waren wir im unbekannten Land. Wir hatten für etwas mehr als eine Woche über die nette ILIRIA-Agentur ein direkt am Meer liegendes Hotel in der Nähe von Vlore gebucht. Man holte uns auf unseren Wunsch hin vom Flughafen ab und brachte uns in etwa 3,5 Stunden (ca.180km) entspannt und bequem direkt zum Hotel. Nun ist in dieser Jahreszeit (April) dort noch nichts los. Man beginnt gerade mit den Vorbereitungen zur Saison und man muß damit rechnen, daß viele Restaurants und Hotels noch nicht geöffnet haben. Aber so lernt man das Land noch viel besser kennen, weil eben alles noch nicht im Ferienrummel untergeht. Als Tourist ist man in Albanien in jedem noch so kleinsten Ort sehr willkommen. Die Leute sind nett, aufmerksam und im Gegensatz zu vielen anderen Ländern nicht aufdringlich (im Sinne von Geschäfte machen wollen). Wir hatten den Eindruck, daß ganz Albanien ein einziger Bauplatz ist. Überall werden Häuser gebaut, Straßen erhalten den dringenden neuen Belag, alles ist im Aufbruch in eine neue Zeit. Je mehr man sich den Großstädten widmet, verschwimmen die Unterschiede zu anderen südlichen europäischen Städten. So ist Vlore durchaus vergleichbar mit den gegenüberliegenden italienischen Städten, ohne aber den typischen albanischen Charakter verloren zu haben. Wenn auch noch vieles für den Fremden ungeordnet erscheint (zB. kann man nirgendwo Busfahrpläne erkennen) aber man gewöhnt sich auch daran, und im Nachhinein haben wir sehr von den vielen Improvisationen profitiert. Man lernt auch ohne albanische Sprachkenntnisse in einem Minitaxi nach Tirana den Nachbarn kennen. Natürlich wäre ein wenig albanisch hilfreich, weil die meisten natürlich nicht englisch sprechen, dafür aber gut italienisch. So ist es oftmals nicht leicht sich zu verständigen.

Und wenn man auch in einigen Reiseberichten von den katastrophalen Straßen berichtet und man von Mietwagen abrät, so ist es doch durchaus hilfreich, um in kurzer Zeit das Land kennenzulernen, wenn man ein eignes Fahrzeug vor dem Hotel hat. Natürlich sollte man sich vorher darüber im klaren sein, dass es auf den Straßen „albanisch“ zu geht.

Zusammenfassend gesagt, wir haben wunderbare Menschen kennengelernt, herrliche Landschaften, kristallklares Wasser, unberührte Natur und waren mit dem Service, den wir Deutschen so lieben, zufrieden. Überall kann man gut essen, albanisches Weine sind sehr gut, selbst das einheimische Bier ist ein Geheimtipp. Wer Ursprünglichkeit sucht, europäischen Service nicht missen möchte und freundlichen Menschen begegnen will, sollte einmal nach Albanien fahren….

Reinhard S.
Berlin

Email: morescha@gmail.com

Hotels auf der ganzen Welt

Bericht über meine Albanienreise


Vom 28.03. bis zum 08.04.2010 habe ich zum ersten Mal Albanien besucht. Die Flugreise von Düsseldorf bis Tirana über München mit der Lufthansa sowie von Tirana bis Düsseldorf über Wien mit Austrian Airlines zum Preis von rund 300 Euro habe ich selbst organisiert, die Leistungen vor Ort bei der Iliria Agentur in Bochum gebucht. Herr Jashari hat meine Reise gut vorbereitet und begleitet und war bemüht, auch während meines Aufenthaltes in Albanien mit mir in Kontakt zu bleiben.

Die Einreise am Flughafen Rinas erfolgte freundlich, unbürokratisch und kostenfrei. Ich wurde dort erwartet und mit einem Fahrzeug des Hotels “Baron” zu meiner ersten Unterkunft gebracht.
Während der folgenden vier Tage wurde ich vom Besitzer-Ehepaar Kuka sehr gut betreut, so dass ich mich nicht wie ein anonymer Hotelgast fühlte. Auch bezüglich der Verpflegung war man stets bemüht, auf meine persönlichen Wünsche einzugehen. Die Tirana-Rundreise entsprach im ganzen der Beschreibung, nur der Ausflug zum Dajti-Gebirge fand nicht statt, weil die dortige Seilbahn außer Betrieb war. Anschließend fuhr ich nach Durres, wo ich im Hotel “Arvi” zweimal übernachtete, und dann an den Strand südlich von Durres mit drei Übernachtungen im Hotel “Dolce Vita”. Beide Hotels befinden sich in idealer Lage und sind sauber und komfortabel.
Am 10. Tag kehrte ich mit dem Zug von Durres nach Tirana zurück, wo ich noch eine Nacht im Hotel “Baron” übernachtete. Am letzten Tag brachte mich ein Fahrzeug dieses Hotels zum Flughafen, wo die Ausreise ebenso schnell und problemlos erfolgte wie zuvor die Einreise.
In Albanien kann man sich jederzeit und überall sicher bewegen. Die Menschen, mit denen ich zu tun hatte, waren freundlich und hilfsbereit; die zu begleichenden Rechnungen waren immer korrekt. Zur Kommunikation mit der Bevölkerung sind Italienischkenntnisse sehr hilfreich, da viele Albaner Das Essen war überall – auch in den volksüblichen Restaurants – gut, reichlich und bekömmlich. Das albanische Bier und der Cognac der Marke “Skanderbeg” sind sehr gut, was vom albanischen Wein leider nicht gesagt werden kann; allerdings kann man überall offenen italienischen Tafelwein von guter Qualität bekommen. Die Nebenkosten entsprechen etwa denen in Bulgarien und Rumänien.
Weniger gefallen hat mir der Zustand der Umwelt. Die Umgebung der zumeist gepflegten Hotels ist ziemlich unwirtlich, da überall achtlos hingeworfener Müll liegt. Die Bürgersteige sind wegen zahlreicher Löcher und Gruben, die ausnahmslos ungesichert sind, geradezu lebensgefährlich. Der Straßenverkehr in Tirana ist chaotisch und ich war froh, keinen Mietwagen gebucht zu haben. Der Strand von Durres war stark verschmutzt und der irrationale und unkontrollierte Bauboom hat viel von seiner ursprünglichen Schönheit zerstört. Als sehr lästig empfand ich das beharrliche und nicht selten aggressive Betteln von Roma-Kindern. Besonders in demographischer Hinsicht ist das Roma-Problem in Albanien eine tickende Zeitbombe.
Trotz der geschilderten Schattenseiten war ich mit meiner Reise nach Albanien insgesamt zufrieden, und ich bin nicht abgeneigt, im nächsten Jahr den Süden dieses Landes (Saranda und Umgebung) zu besuchen.

Dr. Wilhelm Nesswetha
Kettelerstr. 3
59368 Werne
Tel: 02389-52077

Das Blaue Auge

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